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Ergotherapie

Die Ergotherapie sieht ihren Ansatz primär in der Aktivierung und Stabilisierung von Motivation, Antrieb, Selbstvertrauen und der Förderung von kommunikativen, kreativen und gestalterischen Fähigkeiten des Menschen, damit dieser nicht zwangsläufig der "Behandelte" - und somit der Passive - bleibt, sondern in die Rolle eines Partners hineinwächst, der seine (wieder-)erworbenen Kompetenzen auch außerhalb des klinischen Settings selbständig umzusetzen vermag.

In unterschiedlich konzipierten Gruppen- und Einzeltherapien werden Materialien und Techniken wie Holz, Ton, bildnerisches und textiles Gestalten eingesetzt, die durch ihren Einfluss auf die Wahrnehmungen der Patientinnen und Patienten und ihre Stimmungslage die Zeichen ihrer seelischen Erkrankung modifizieren und regulieren können (z.B. entspannend, aggressionsabbauend, depressionslösend).

Eine wichtige Aufgabe der Egrotherapie ist die Förderung von Kontakten zwischen den Patientinnen und Patienten und den sich daraus ergebenden Gesprächen, um der krankheitsbedingten Isolierung entgegenzuwirken. Hierzu besteht ein vielfältiges Angebot von kommunikationsfördernden Spielen und Freizeitaktivitäten.

Ein weiterer Bestandteil der Ergotherapie ist die Arbeitstherapie, die ein breites Spektrum an gestuften Einsatzmöglichkeiten in den Holzwerkstätten, der Landschaftspflege, der Gärtnerei und im Therapiehof bietet.

Arbeitstrainingsplätze stehen in den hauseigenen Dienstleistungs- und Wirtschaftsbetrieben zur Verfügung. Hier können reduzierte psychische Funktionen wie Ausdauer, Konzentration, körperliche und seelische Belastbarkeit, handwerkliche Fähigkeiten, sorgfältiges und genaues Arbeiten neu geübt und/oder stabilisiert werden.

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