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Rätseln in der Rheinhessen-Fachklinik

08.05.2018, GEOCACHING Einrichtung bietet elektronische Schatzsuche an - Pilotphase mit Mitarbeitern und Patienten

Von Bastian Hauck

ALZEY Mit Kreidepfeilen auf dem Boden und Karten, so ging Schatzsuche früher. Die moderne Schnitzeljagd ist elektronisch, nennt sich Geocaching und ist bald auch auf dem Gelände der Rheinhessen-Fachklinik (RFK) möglich. Damit will das Krankenhaus vor allem Mitarbeiter und Patienten dazu bringen, sich an der frischen Luft zu bewegen.

Beim Geocaching gehen Abenteuerlustige auf Schatzsuche. Ausgestattet mit einem Smartphone, Navi oder speziellem GPS-Empfänger, über das die Koordinaten eines Ortes empfangen werden, müssen sie unterwegs Rätsel lösen, um so die Position des nächsten Verstecks zu ermitteln. Normalerweise warten an den Verstecken - das französisch-englische Wort „Cache“ bedeutet Versteck - dann kleine Überraschungen und Geschenke. Weltweit gibt es über drei Millionen sogenannter Caches, die sich mal in einem Baum befinden, mal im Pfosten eines Gartenzauns. In der Regel erfolgt Geocaching über eine Online-Seite, die die Koordinaten eines Schlupflochs anzeigt und die Navigation vorgibt.

Anders als bei den ursprünglichen Geocaching-Touren ist die Schatzsuche auf dem RFK-Gelände mit Fragebogen, einem Wegweiserblatt und extra angeschafften GPS-Geräten. Neben den Fragen ist eine Reihe mit Zahlen und Buchstaben aufgeführt. Einmal ein Rätsel richtig gelöst, verrät die Antwort die nächsten GPS-Koordinaten, zu dem sich die Schnitzeljäger dann begeben. Eine der Fragen lautet zum Beispiel: Wie viele Treppen hat das Haus Wartberg? Der erste Standpunkt ist bekannt, die anderen müssen ermittelt werden.

Los geht es an der Pforte, das Ende ist am Therapiehof der RFK. Geplant sind zehn Stationen über circa drei Kilometer. Die Tour dauert ungefähr eine Stunde. „Wir sind hier aber flexibel, können auch Fragen weglassen oder die Route verlängern“, sagt Jessica Wissmann, die das Projekt betreut.

Die Geocaching-Route hat die RFK entwerfen lassen von den Auszubildenden des Katasteramtes. Im Rahmen einer größeren Projektarbeit haben die Azubis, die zu Vermessungstechnikern oder Geomatikern ausgebildet werden, eine Tour geplant. Die Kooperation zwischen Katasteramt und RFK ist nicht die erste. Denn bereits beim Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey vor zwei Jahren gab es eine Zusammenarbeit, wurde sozusagen der Grundstein für das neueste Unternehmen gelegt.

Auf dem RFK-Gelände soll das Geocaching erstmal für die Patienten und Mitarbeiter angeboten werden. Denn Wissmann ist für betriebliches Gesundheitsmanagement zuständig, kümmert sich um die Frage, wie es gelingt, Anreize für Mitarbeiter zu schaffen, sich mehr zu bewegen. Pflegedirektor Frank Müller: „So schaffen wir einen neuen Grund, sich auf eine spielerische Art zu bewegen und attraktive Ecken des Geländes zu erkunden.“

Nach einer ersten Testphase soll das Geocaching auch für Alzeyer Bürger möglich sein. „Geplant ist, attraktive Angebote für Gruppen, zum Beispiel an Kindergeburtstagen, zu erstellen“, sagt Wissmann und ergänzt: „Viele Bürger denken noch immer, dass das Grundstück nicht frei zugänglich und an der Schranke Schluss ist. Aber das ist gar nicht so. Wir wollen mit dem Projekt Nähe schaffen und eine mögliche Angst vor unseren Patienten nehmen. Wir wollen den Menschen zeigen, dass hier bei uns ganz normales Leben stattfindet“, sagt Wissmann.

Die Kosten für das Projekt sind übrigens überschaubar. Die extra gekauften GPS-Geräte kosteten rund 300 Euro.

WEITERE INFOS

Als Ansprechpartnerin rund ums Geocaching und mögliche Tourangebote steht Sportwissenschaftlerin Jessica Wissmann von der RFK zur Verfügung.

Sie ist unter der Telefonnumer 06731-501754 oder per E-Mail an j.wissmann@rfk.landeskrankenhaus.de erreichbar.

Allgemeine Zeitung, 8. Mai 2018

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