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Hüpfen, klettern, informieren

11.06.2018, RHEINHESSEN-FACHKLINIK 2000 Besucher amüsieren sich beim Sommerfest auf dem großen Gelände

Von Stefanie Widmann

ALZEY Einmal mit Pfeilen schießen wie Winnetou? Die neue Bogenschießanlage in der RFK, wo unter fachlicher Anleitung auf Luftballons gezielt werden durfte, war fast den ganzen Tag umlagert. Der Hochseilgarten zog viele Gäste fast magisch an und die Tiere im Therapiegarten bekamen ganz viele Streicheleinheiten von Kindern und Erwachsenen. Beim Sommerfest der Rheinhessen-Fachklinik (RFK) herrschte am Samstagnachmittag reges Treiben. Auf dem sonst so ruhigen parkähnlichen Gelände schlenderten hunderte Besucher von Stand zu Stand. Rund 2000 Menschen zählten die Helfer von Andrea Stellwagen, der Leiterin der Wirtschaftsabteilung, die seit Wochen die Logistik organisiert hatte – vom Rasenmähen über Zeltaufbau bis hin zur Anmietung der Hüpfburg und Koordination des Programms. An mehreren Stellen waren größere Rasenflächen als Parkplätze ausgewiesen worden, ist es doch normalerweise gar nicht so einfach, sein Auto auf dem Gelände abzustellen.

„Der große Zuspruch der Bevölkerung freut uns jedes Jahr aufs Neue“, zog RFK-Pflegedirektor Frank Müller am Sonntag eine erste Bilanz und war zudem voll des Lobes für seine Mitarbeiter, die durch ihr Engagement über ihre eigentliche Arbeit hinaus dieses Fest erst ermöglichen. „Da verkauft die Therapeutin Currywurst und Pommes, anders ginge es auch nicht“, so Müller.

Schatten unter Bäumen und in der Pendelbahn

Das 275 000 Quadratmeter große Klinikgelände mit dem alten Baumbestand erwies sich für das Fest wieder einmal als perfekt. Denn die Sonne brannte heiß, da waren die Bäume, in deren Schatten sich auch zahlreiche Stände eingerichtet hatten, ideale Zufluchtsorte. Und wenn die Besucher nicht von einer zur anderen Attraktion laufen wollten, setzten sie sich in die Pendelbahn und ließen sich gut bedacht fahren. Petrus war ganz auf ihrer Seite: Während andernorts heftige Unwetter niedergingen, blieb es beim RFK-Sommerfest trocken.

Im „Teddy-Krankenhaus“ wurden mitgebrachte Stoffbären geröntgt und behandelt: Sie bekamen einen dicken Verband verpasst. Kinder, die keinen eigenen Stoffbären mitgebracht hatten, bekamen mit etwas Glück einen aus dem RFK-Fundus geschenkt.

Auf der Blaulichtmeile, auf der sich das Technische Hilfswerk (THW), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Feuerwehr und der Weiße Ring präsentierten, gab es viel zu sehen: Ferngesteuerte THW-Autos stießen bei Groß und Klein auf reges Interesse und natürlich ein Benz-Oldtimer mit voll eingerichteter Küche. Das Kinderschminken war einmal mehr ein Renner, wie der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Norbert Günther berichtete. Viele Kids tobten sich auf dem Bungee-Trampolin aus oder ließen ihren kreativen Fähigkeiten mit der Farbzentrifuge freien Lauf. Flohmarktstände stießen auf großes Interesse. Die Patienten waren ebenso unterwegs wie die Besucher und genossen das besondere Angebot vor der eigenen Haustür.

Aber es ging nicht nur ums Vergnügen. Gerade nach den Diskussionen um den geflohenen Asylsuchenden, der aus dem Abschiebegefängnis in Ingelheim hierher verlegt wurde, wollte die Klinik ganz gezielt informieren. „Wir haben dieses Mal ein bisschen umstrukturiert und inhaltliche Angebote im Tageszentrum konzentriert“, erläuterte Müller. Dr. Anke Brockhaus-Dumke, Ärztliche Direktorin der RFK, hielt dort einen Vortrag über „Aufgaben und Verpflichtung der modernen Psychiatrie.“ Sie erläuterte Grundlagen und Behandlungsmöglichkeiten.

Im Tagungszentrum präsentierten sich auch an die 15 Kooperationspartner der RFK, beispielsweise Selbsthilfegruppen, der Dachverband Gemeindepsychiatrie und die Donnersberger Hilfe, die den Stadtteiltreff in der Nibelungenstraße betreibt. Sie hatten Stände und legten Informationsmaterial aus, ebenso wie die Rheinhessen Fachklinik selbst.

„Es ist jedes Mal ein riesiger Aufwand, aber er hat sich wieder einmal gelohnt“, sagt Mül­ler nach dem Fest. Dies sei auch ein Verdienst von Conny Zoller, Referentin der Ärztlichen Direktorin, die bei der Präsentation „den Hut aufhabe“. Die Feuerwehr hatte in ihrer Halle ein reiches Speiseangebot und zum musikalischen Abschluss sangen „Die Bembelsänger“ der Klinikkapelle.

Allgemeine Zeitung, 11. Juni 2018

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