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Große Vorfreude auf Alzey

25.07.2018, PFLEGEKRÄFTE Im Oktober beginnen zehn weitere Vietnamesinnen ihre Ausbildung in der Rheinhessen-Fachklinik

Von Stefanie Widmann

ALZEY Sie dürfen nach Deutschland zur Ausbildung – mit strahlenden Gesichtern präsentierten sich jetzt zehn Vietnamesen in Hanoi, die aus vielen Bewerbern für einen Platz an der Rheinhessen-Fachklinik (RFK) ausgewählt wurden. „Anbei eine kleine Impression Ihrer neuen Azubi-Gruppe, die ich in Vietnam während unserer Delegationsreise für Sie aufgenommen habe“, kommentierte Buse Aysen Çubuk von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Foto, das sie an die Projektkoordinatorin Sabrina Stisch bei der RFK schickte. „Sie sehen, dass die Vorfreude groß ist und die Teilnehmer vor Elan sprudeln.“

Hilfe aus Fernost dringend benötigt

Buse Aysen Çubuk ist die Projektmanagerin im Regionalbüro Nord für das Modellvorhaben zur Gewinnung von Arbeitskräften aus Vietnam zur Ausbildung in der Krankenpflege in Deutschland.

Es sind wieder zehn Vietnamesen, die sich auf die Rheinhessen-Fachklinik freuen – und umgekehrt auch. Denn die Rekrutierung der dringend gesuchten Pflegekräfte aus Fernost war bisher ein voller Erfolg. Von den zehn Vietnamesen, die im vergangenen Oktober im Rahmen des Modellprojekts ihre Ausbildung begonnen haben, seien nach wie vor alle mit Feuereifer dabei, berichtet RFK-Pflegepädagogin Stisch. „Ihre Deutschkenntnisse haben weiter deutliche Fortschritte gemacht“, sagt sie. „Was ihnen dabei wirklich hilft, sind die Gespräche mit den Patienten, das ist die Alltagssprache, die sie brauchen.“ Die asiatischen Auszubildenden seien beliebt bei ihren Kollegen und den Patienten durch ihre fröhliche, offene Art, sie lachten viel, das komme gut. Und sie sind „sehr, sehr fleißig“, sagt Stisch. Dabei seien sie zunächst vor allem medizinisch orientiert gewesen, denn Körperpflege gehöre in Vietnam nicht zu den Aufgaben. Das übernehmen dort die Verwandten. „Aber sie haben akzeptiert, dass das hier anders ist und wissen, dass es wichtig ist, auch das zu lernen.“

Auch die zehn Neuen machen in Vietnam zunächst einen Deutschsprachkurs im Goethe-Institut, um die Grundlage für die fremde Sprache zu legen, sie werden aber auch – wie ihre Vorgänger – in Alzey weiter Unterricht erhalten. In dem Motivationsschreiben, mit dem sie sich klassisch beworben haben, verweisen sie auf Deutschlands starke Wirtschaft. Deutschland sei in seiner gesamten Entwicklung weiter, darin sehen sie ihre Chance. „Ich weiß, dass die neue Kohorte auch Kontakte zu den Vietnamesen, die bereits hier sind, hat“, sagt Stisch.

Natürlich hätten die Vietnamesen ein bisschen Heimweh, aber durch den zur Verfügung gestellten Internetzugang sei der Kontakt nach Hause gewährleistet. Andererseits nehmen die jungen Leute am Geschehen auf dem Klinikgelände – etwa den Konzerten – teil, gehen gemeinsam einkaufen und kochen zusammen. Sie hätten auch schon Ausflüge in die Umgebung und Reisen nach Paris und Italien hinter sich und seien auch mit dem Fahrrad unterwegs. Der einzige männliche Auszubildende hat sich ein Volleyball-Team gesucht und ist dort aktiv. Für die zehn Neuen, die im Oktober die Ausbildung beginnen, ist also der Boden bereitet.

Allgemeine Zeitung, 25. Juli 2018

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