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Im Notfall schnell vor Ort

02.10.2010, Löschgruppe der Rheinhessen-Fachklinik ist seit 100 Jahren eine Erfolgsgeschichte

„Unsere Betriebsfeuerwehr - für die Klinik ist sie eine Erfolgsgeschichte“, lobt Alexander Schneider, Verwaltungsdirektor der Rheinhessen-Fachklinik, Idee und Konzept, die vor 100 Jahren ihren Anfang nahmen. 1910, so dokumentiert es eine alte Fahne, die bei der gestrigen Jubiläumsfeier im Betriebsrestaurant über die Brandschützer wachte, hatten sich Freiwillige im Betrieb zusammengeschlossen, um für Brandfälle gerüstet zu sein.

Mit voller Unterstützung der Leitung der damaligen Landes-Heil- und Pflegeanstalt hielten sich Mitarbeiter im Dienst in Bereitschaft, bei Feuern und Notfällen schützend einzugreifen. Natürlich mit ganz anderen Voraussetzungen als heute, betonte Heiko Sippel, Erster Beigeordneter der Stadt. „Weil die Feuerwehr in Alzey mit Handpumpen, die von Pferden gezogen werden mussten, noch nicht in der Lage war, schnell vor Ort zu sein, war diese Löschgruppe sehr wichtig. Das ist aber bis heute keine Selbstverständlichkeit.“

Die Klinikleitung spendiert zweites Fahrzeug und T-Shirts
Wie vor 100 Jahren erhalten die derzeit 15 Aktiven der betriebseigenen Löschgruppe, darunter zwei Frauen, auch aktuell Hilfe und Anerkennung. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir im Jubiläumsjahr ein zweites Fahrzeug bekommen haben. Das Jubiläum zeigt ja, dass die Notwendigkeit für unsere Tätigkeit stets da ist“, zeigte sich Löschgruppenleiter Jörg Weber dankbar. Zusätzlich wurden neue Uniformjacken angeschafft. Verwaltungsdirektor Schneider schenkte symbolische T-Shirts.

Zwar sind große Brände selten geworden - in den vergangenen 20 Jahren hat es nur zweimal gebrannt - doch das Aufgabengebiet hat sich gewandelt. Mittlerweile stellt die Klinikleitung ihre freiwilligen Wehrleute, die im Alltag in den Werkstätten, im Pflegedienst oder der Verwaltung arbeiten, neben Fortbildungen auch für technische Hilfeleistung, Unfallfürsorge oder Insektenbekämpfung frei.

Auch die Patientensuche gehört zu den Aufgaben
Ortskenntnisse und Fachkompetenz sind neben der Kollegialität die großen Stärken des Teams um Jörg Weber. „Doch auch die Patientensuche gehört immer wieder dazu, wenn alte oder verwirrte Leute nicht mehr in ihre Station zurück finden. Gerade, wenn es früh dunkel wird, die Leute bei Helligkeit aus dem Haus gehen und sich im Dunklen dann verlaufen, sind wir gefragt“, erinnern sich Weber und sein Vorgänger Erhard Kutzner.

Einmal monatlich trainieren die Männer und Frauen für den Ernstfall, gestalten mit den Alzeyer Wehrkollegen jährlich Evakuierungsübungen, darüber hinaus sind viele auch in anderen freiwilligen Feuerwehren aktiv. Somit gesellte sich auch der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspektor Klaus Anders, der einige der Brandschützer selbst im Kreis ausgebildet hatte, zu den Gratulanten. „Man kann Feuerwehr lernen und machen, aber man muss Feuerwehr auch leben - das ist hier so.“

Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2010

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