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Technik spart Geld und Energie

12.11.2010, Neue Heizungsanlage der Rheinhessen-Fachklinik Alzey in Betrieb genommen

Eine gelungene Verbindung von Ökologie und Ökonomie ist die neue zentrale Heizungsanlage der Rheinhessen-Fachklinik (RFK), die im Beisein von Gesundheitsministerin Malu Dreyer und Umweltministerin Margit Conrad in Betrieb genommen wurde. Neben einer enormen Energie- und Kosteneinsparung bewirkt die neue Anlage auch eine drastische Verringerung des CO2-Ausstoßes. Rund 5,5 Millionen Euro investierte Träger Landeskrankenhaus Rheinland-Pfalz in die Anlage. 500 000 Euro steuerte das Land dazu bei.

Dass an einer Erneuerung der bestehenden Nahwärmeversorgung kein Weg vorbei führt, machte Landeskrankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß anhand von eindrucksvollen Zahlen deutlich. „Durch die Sanierung ist es gelungen, den CO2-Ausstoß um 80 Prozent zu senken und so einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Schonung der Ressourcen zu leisten“, stellte Gaß fest.

Gasbrennkessel nur bei Spitzenlast eingesetzt
Kernstück der neuen Anlage ist ein Biomasse-Brennkessel, der mit Holzpellets beheizt wird. Er deckt nach Worten von Diplom-Ingenieur Oliver Durstberger, Projektleiter der beauftragten Firma Entec, 70 bis 80 Prozent des Energiebedarfs der Rheinhessen-Fachklinik. Weitere sieben bis acht Prozent steuert ein Blockheizkraftwerk bei. Zwei Gasbrennkessel stehen für Spitzenlastzeiten und als Ausfallreserve zur Verfügung. Doch die kommen nur im Ausnahmefall zum Einsatz, denn ein Wärmespeicher sorgt dafür, dass Lastspitzen bis zu einem gewissen Maß abgedeckt werden. Das Nahwärmesystem ist computergesteuert und lässt sich über einen Rechner extern steuern.

Die alte Anlage war technisch auf dem Stand von 1970; einzelne Bestandteile waren sogar über 100 Jahre alt. „Es gab hohe Wärmeverluste. Da musste dringend etwas getan werden“, erläuterte Durstberger. Das bereits bestehende Leitungsnetz wurde in die Sanierung eingebunden - nur dass jetzt maximal 80 Grad heißes Wasser statt zuvor Dampf hier durchfließt. 60 Pumpen wurden ausgetauscht. Alleine bei diesem Posten konnten die Energiekosten von ehedem 900 auf rund 70 bis 80 Euro jährlich gesenkt werden.

Mit Einsparung 270 Häuser beheizen
Die gesamt erzielte Energieeinsparung belegte Durstberger mit einem Vergleich: „Mit dem, was jetzt eingespart wird, könnten 270 Einfamilienhäuser beheizt werden.“ Dr. Gerald Gaß ergänzte: „Und die Feinstaub-Belastung kann um 90 Prozent unter den geltenden Grenzwert gesenkt werden.“ Voll des Lobes zeigte sich Umweltministerin Conrad für das in der RFK umgesetzte Projekt: „Das ist ein wirkliches Vorbild. Hier wurde der Beweis erbracht, dass überall da, wo Energie verbraucht wird, man nachhaltiger und effizienter sein kann.“ Sie hoffe, dass dieses Beispiel Schule mache. In ein ähnliches Horn stieß Gesundheits- und Arbeitsministerin Malu Dreyer. „Die RFK zeichnet sich als ein fachlich höchst innovatives Unternehmen aus. Jetzt gibt es hier auch ein ökonomisches und ökologisches Vorzeige-Projekt“, so Dreyer.

Allgemeine Zeitung, 12. November 2010

Gesundheitsministerin Malu Dreyer und Umweltministerin Margit Conrad kamen zur Inbetriebnahme der neuen Heizungsanlage in die Rheinhessen-Fachklinik Alzey.
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