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Klinikspaziergang auf RFK-Gelände verbindet Therapie und Freizeiterlebnis

03.12.2011, Generationen-Aktiv-Platz

Generationen-Aktiv-Platz heißt ein Projekt der Rheinhessen-Fachklinik (RFK) für das die diesjährige Weihnachtshilfsaktion „AZ-Leser helfen“ der Alzeyer Redaktion bestimmt ist. Dieses, aus zwölf Geräten bestehende „Bewegungsareal“ ist therapeutisches Instrument für Patienten und Mittel zur aktiven Freizeitgestaltung für deren Angehörige, Besucher der Klinik und die Menschen aus dem Alzeyer Land zugleich.

18 Stationen für jedermann kostenlos nutzbar
Der Generationen-Aktiv-Platz ist jedoch kein isoliertes Angebot, sondern Teil des „Klinikspaziergangs“. Dieser Rundkurs quer über das parkähnliche Gelände der RFK steuert 18 Stationen (siehe Grafik) an und ist von jedermann kostenlos nutzbar. „Wenn die Leute fragen, was man tun muss, um gesund alt zu werden, dann ist eine Antwort: 30 Minuten am Tag bewegen“, verweist Dr. Wolfgang Guth, Ärztlicher Direktor der RFK, auf den gesundheitlichen Aspekt des Spaziergangs. „Woanders muss so etwas innerhalb eines Krankenhauses eingerichtet werden. Bei uns geht das draußen im Freien, weil wir über ein so reizvolles Gelände verfügen“, verdeutlicht Pflegedirektor und Heimleiter Frank Müller.

Beim über einen Kilometer langen Rundgang werden den Spaziergängern neben Attraktionen wie Hochseilgarten, Generationen-Aktiv-Platz, Rotwildgehege, Freibad und Gutshof auch die verschiedensten Sinneswahrnehmungen geboten. „Luft, Temperatur, Sonnenschein, der Wechsel der Jahreszeiten, alles ist dort spürbar“, sagt Müller. Zu den Pluspunkten zählt Guth zudem „den wahrscheinlich größten Baumbestand in Alzey“.

Therapeutisch gesehen verfolgen sowohl der Generationen-Aktiv-Platz als auch der Klinikspaziergang ein wesentliches Ziel: der Immobilität der Patienten zu begegnen. „Durch langes Liegen und Bewegungsmangel kommt es zu Wassereinlagerungen und anderen negativen Effekten“, erläutert Frank Müller. Heute sei bei Krankheiten nicht automatisch „Bett hüten“ die Devise, sondern es gehe darum, die Menschen zu mobilisieren, damit Herz und die Organe gefordert würden. „Natürlich nur im Rahmen dessen, was die Krankheit zulässt“, ergänzt Dr. Wolfgang Guth. Bei den positiven Effekten zur Vorbeugung der geschilderten Probleme und zur Therapie von Krankheiten spielt der Generationen-Aktiv-Platz eine wichtige Rolle.

Platziert werden die Bewegungsgeräte auf der im Sommer beschatteten Freifläche neben dem Haus Alsenztal, wo die Gerontopsychiatrie untergebracht ist. Dadurch soll gewährleistet werden, dass auch und gerade die älteren und am stärksten in ihrer Mobilität eingeschränkten Patienten eine Möglichkeit haben, das Bewegungsangebot zu nutzen. „Der Anreiz, die Geräte auszuprobieren, ist für jedes Alter, für Kranke und Gesunde sehr hoch“, weiß Pflegedirektor Müller aus eigenen Beobachtungen am Binger Rheinufer, wo es solche Geräte gibt.

Allgemeine Zeitung, 3. Dezember 2011

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