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Wohnraum für psychisch Behinderte

06.12.2012, Baugesellschaft und Landeskrankenhaus unterzeichnen Mietvertrag

An der Ostdeutschen Straße/Ecke Nibelungenstraße wird die Alzeyer Baugesellschaft (ABG) eine Wohnanlage erstellen, in der 24 psychisch behinderte Menschen wohnen und von Fachpersonal der Rheinhessen-Fachklinik (RFK) betreut werden. Am Mittwochvormittag unterzeichneten die Geschäftsführungen der ABG und des Landeskrankenhauses als Träger der RFK einen Mietvertrag. Der 2,3 Millionen Euro teure „Wohnpark im Selztal“ soll bis 2014 bezugsfertig sein.

14 Quadratmeter groß
Vorarbeiten wurden mit dem Abriss eines in den 50er Jahren gebauten Wohnblocks der Baugesellschaft bereits geleistet. Ein benachbarter, mit Front zur Nibelungenstraße stehender Block soll demnächst folgen. „Diese Häuser haben einfach eine sehr schlechte Bausubstanz und sind nicht mehr zu sanieren“, verdeutlicht der Technische Direktor der Baugesellschaft, Christian Knobloch. Nächster Schritt wird das Stellen eines Bauantrags sein. Die Einzimmer-Appartements mit Nasszelle sind 14 Quadratmeter groß, barrierefrei und rollstuhlgerecht. Sie befinden sich vor allem im Obergeschoss des Neubaus. Im Untergeschoss gesellen sich noch Aufenthaltsraum, Gemeinschaftsküche und Betreuungsbereich hinzu.

Dass seit dem Abriss des ersten Hauses im Mai und der Unterzeichnung des Mietvertrages eine relativ lange Zeitspanne verstrichen ist, liegt daran, dass das Landeskrankenhaus noch Detailfragen mit übergeordneten Behörden klären musste. Beispielsweise die Höhe des Mietpreises. Der beziffert sich auf auf 6,60 Euro/Quadretmeter und bezieht sich auf die komplette Gebäudefläche von 1500 Quadratmetern.

Landeskrankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß unterstrich: „Bei diesem Projekt geht es um Menschen mit psychischen Behinderungen, deren Wohnort nun von der Klinik in die Stadt verlagert wird.“ Dort werden sie von einem qualifizierten Betreuerteam der RFK begleitet. Die Appartements sind jedoch nur eine Übergangsstation. „Ziel ist, dass die Menschen wieder so selbständig werden, dass sie in eine eigene Wohnung einziehen können“, sagt Gaß. Das von RFK-Pflegedirektor Frank Müller und dem früheren Ärztlichen Direktor Dr. Wolfgang Guth maßgeblich vorangetriebene Projekt sei ein Beitrag zur gemeindenahen Psychiatrie.

Dadurch dass der Neubau in der so genannten KfW 70-Bauweise, die die Werte der Energieeinsparverordnung um 30 Prozent unterschreitet, errichtet wird, erwartet Udo Erlemann, Kaufmännischer Geschäftsführer der ABG, die Gewährung günstiger Baukredite. „Einen großen Profit werden wir nicht machen“, erklärt Erlemann, dass man „eine schwarze Null“ anstrebe. Das wiederum passt zu dem von Aufsichtsratsvorsitzendem Christoph Burkhard skizzierten Selbstverständnis der Baugesellschaft, in Alzey preisgünstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Gerne sei man dem Wunsch der RFK als größtem Arbeitgeber nachgekommen, zumal der sich mit dem eigenen Ziel, betreutes Wohnen in der Stadt zu ermöglichen, decke.

Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2012

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